Chronik: Epoche VI (ab 2011)

2014

Notstromaggregat

Das Feuerwehrhaus der Stadtfeuerwehr wurde bereits im Zuge der Errichtung mit einem hauseigenen Notstromaggregat ausgestattet. Da jedoch der Bedarf an elektrischer Energie in den letzten Jahren gestiegen ist, wurde im Herbst 2014 der damals gebraucht angeschaffte Generator ausgetauscht. Neben einer Leistungssteigerung auf 45 kVA wurde auch die Anlagensteuerung auf den modernsten Stand gebracht, wodurch ein automatischer Anlauf bei einem Netzausfall eingerichtet werden konnte.


Feuerwehrausflug

Beim diesjährigen Feuerwehrausflug ging es am 05.07.2014 morgens vom Tullner Feuerwehrhaus nach Mold, wo der Ausflug im Landgasthof Knell mit einem Frühstück startete.
Gestärkt ging es weiter ins tschechische Budweis um die bekannte Brauerei Budweiser Budvar zu besichtigen und danach in der Bierstube der Brauerei das Mittagessen einzunehmen. Danach ging es mit dem Bus nach Schönberg am Kamp, wo der Besuch einer Österreichischen Straußenfarm auf dem Programm stand. Den Abschluss des Ausfluges bildete ein Besuch beim Heurigen der Fam. Leopold Bauer in Bierbaum am Kleebühel, wo der Ausflug heiter und gemütlich ausklang.


Kühlzelle

Im Sommer wurde im Keller des Feuerwehrhauses eine Kühlzelle mit knapp 7 m² Nutzfläche errichtet deren Kühlaggregat als Splitgerät im außenliegenden Fensterschacht betrieben wird.
Nachdem sich der Kühlraum ziemlich genau unter dem im Erdgeschoß betriebenen Ausschankbereich befindet werden darin auch die Getränke für die Schankanlage gekühlt gelagert. Die Fertigstellung erfolgte planmäßig wodurch der neue Kühlraum bereits beim Feuerwehrfest im September zur Verfügung stand.


Ausbildungsprüfung Atemschutz

Erstmals absolvierten am 3. April 2014 Mitglieder der Feuerwehr Tulln die Ausbildungsprüfung Atemschutz.
Umluftunabhängige Atemschutzgeräte sind heutzutage bei Brandeinsätzen unabdingbar. Um für Atemschutzeinsätze optimal vorbereitet zu sein haben 15 Feuerwehrmitglieder, welche sich u.a. einer wiederkehrenden ärztlichen Untersuchung zu unterziehen haben, während der Wintermonate gemeinsam für die Ausbildungsprüfung trainiert, wobei diese eine Qualitätskontrolle des aktuellen Ausbildungsstandes aber auch zur Vertiefung und Erhaltung der Kenntnisse für den Atemschutzeinsatz dient.
Entgegen Leistungsbewerben wird bei Ausbildungsprüfungen kein Wert auf das Erreichen von Bestzeiten gelegt. Die laut Bestimmungen vorgegebenen Sollzeiten dienen lediglich dazu eine raschere Einsatzbereitschaft erzielen zu können. Im praktischen Teil der Ausbildungsprüfung Atemschutz wird daher besonderes Augenmerk auf die korrekte Gerätebedienung und die Zusammenarbeit innerhalb der Ausbildungsgruppe gelegt.


Auslandseinsatz in Slowenien

Im Februar rückte die Stadtfeuerwehr Tulln erstmals zu einem Auslandseinsatz nach Slowenien aus – am 03.02.2014 waren 120 Feuerwehrleute aus allen Bezirken NÖ's mit leistungsstarken Stromgeneratoren nach Slowenien aufgebrochen um einem internationalen Hilfeansuchen an Österreich Folge zu leisten.
Der bei der Stadtfeuerwehr Tulln stationierte Notstromanhänger mit einer Generatorleistung von 150 kVA wurde durch den Landesführungsstab des NÖ Feuerwehrverbandes für diesen Katastrophenhilfsdiensteinsatz in Slowenien angefordert. Im Zuge der Ressourcenplanung standen bei den diversen Personalablösen bis 16.02.2014 insgesamt vier Mitglieder der Feuerwehr Tulln im Einsatz und der Generator wurde 186 Stunden betrieben.
Frau Bundesministerin für Inneres Mag.a Johanna Mikl-Leitner lud im Zuge einer Festveranstaltung zur Dekretverleihung anlässlich der Katastrophenhilfe in Slowenien alle eingesetzten Feuerwehrmitglieder als sichtbares Zeichen der Dankbarkeit auf den Wiener Minoritenplatz ein.

Foto: Dekretverleihung am Minoritenplatz in Wien (v.l.n.r.): Botschafter Sloweniens Andrej Rahten, Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Albert Kern, LBD Dietmar Fahrafellner, MSc, BM f. Inneres Mag.a Johanna Mikl-Leitner, OV Hans Payer


2013

Berichtsjahr 2013

Im Berichtsjahr 2013 wurden von der Stadtfeuerwehr 

  • 267 Technische Einsätze, 
  • 77 Brandeinsätze und 
  • 57 Sicherungsdienste und Brandsicherheitswachen

geleistet.

Der Mannschaftsstand betrug zu Jahresende

  • 73 aktive Feuerwehrmitglieder, 
  • 22 Reservisten und
  • 15 Mitglieder der Feuerwehrjugend.

Multi-Gasmessgeräte MSA ALTAIR 4X

Im Zuge einer Gerätevereinheitlichung wurden zum Jahresende nachleuchtende Multi-Gasmessgeräte MSA ALTAIR 4X – ausgestattet mit 4 Sensoren mit denen brennbare Gase, Sauerstoff, Kohlenmonoxyd und Schwefelwasserstoff gemessen werden können – angeschafft. Jeweils eines dieser Messgeräte wurde im Vorausrüstfahrzeug, im Tanklöschfahrzeug 1 sowie Tanklöschfahrzeug 3 stationiert.


Feuerwehrausflug

In diesem Jahr führte der Feuerwehrausflug am 13.07.2013 nach Petzenkirchen im Mostviertel, wo der Ausflug mit einem Bäckerfrühstück startete. Danach gab es unter dem Titel “Reich der Genüsse“ eine Führung in der Haubi´s Erlebniswelt – Haubiversum.
Nach dem Mittagessen ging es mit dem Bus nach Roggenreith im Waldviertel, wo uns die Whisky-Erlebniswelt der 1. Whiskydestillerie Österreichs erwartete. Der gemütliche Abschluss des Ausfluges fand beim Heurigen der Fam. Leopold Bauer in Bierbaum am Kleebühel statt.


Prognostizierten 20-jährlichen Hochwassers

Aufgrund der anhaltenden Regenfälle, der hohen Pegel der Donau und deren Zubringer sowie eines prognostizierten 20-jährlichen Hochwassers wurde am 02.06.2013 für 5½ Tage eine vorübergehende Besetzung der Bezirksalarmzentrale im Feuerwehrhaus Tulln mit ehrenamtlichen Feuerwehrmitgliedern organisiert welche u.a. die Alarmierung und Koordinierung der Feuerwehren des Bezirkes Tulln durchführten und als Meldekopf des Feuerwehr-Bezirksführungsstabes fungierten.
Im weiteren Verlauf wurde auch Stadtgemeinde Tulln an der Donau zum Katastrophengebiet erklärt.


Neue Räumlichkeiten

Eine zu Jahresbeginn 2013 frei gewordene Gemeindewohnung im ersten Obergeschoss des Feuerwehrhauses wurde – entsprechend dem Antrag der Stadtfeuerwehr – aufgelöst, um die Räumlichkeiten in Zukunft für die Nutzung durch die Feuerwehr zur Verfügung zu stellen.
Nach Abschluss der mit finanzieller Unterstützung des Jugendreferates der NÖ Landesregierung durchgeführten baulichen Adaptierungen liegt neben einem kleinen Arbeitsraum für den Nachrichtendienst und einem Büro für Jugendbetreuer einschließlich Fachchargen und Sachbearbeiter der Schwerpunkt der neuen Nutzung in der Förderung der Jugendarbeit bei der Feuerwehr.
So konnten durch die Eingliederung gegenständlicher Wohnung nicht nur die bis dato aufgrund Platzmangels in einem Gangbereich provisorisch aufgestellten Spinde in einer eigenen Jugendgarderobe mit separatem WC untergebracht werden, sondern es wurde auch ein Aufenthalts- und Jugendraum zur Nutzung durch die Feuerwehrjugend geschaffen.